Der Papagei

Dieser Beitrag wurde erstellt von:
puk.

Der papagei,
so wild und frei,
Entsprungen einst aus einem Ei.

Schon bald, er saß hinter eisernen Stäben,
doch hatte er geträumt vom bunten Leben

Heut sitzt er zwischen Kohlen, schwarz
Ruß im Schnabel statt den Duft von Harz
Statt Regenwürmer Scheiße fressen – hier sprechen Sie vom goldenen Westen.

Ach könnt er in den Osten fliegen, im Hochhaus auf den Federn liegen,
„Icke, icke bin Berliner“ – stolz trüg‘ er hier sein buntes Gefieder.

Doch der Grund, warum der Traum vom Glitzer starb,
liegt hier, in einem Gitterstab.
So liegt der Vogel hier seit März,
in einem Haufen aus Staub und Erz.

Und wie er durch das Mosaik,
der vielen Gitterstäbe sieht,
denkt er sich, „Man kanns immer testen,
am aller schönsten ist’s im Westen!“

4 (3 Bewertungen)

Diesen Beitrag weiterempfehlen:

Setze ein Lesezeichen auf den Permalink
, ,

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.